Konzept

 

 

Pädagogisches Konzept

für den

Kindergarten Beyerberg

 


Anschrift des Kindergartens:

Evangelischer Kindergarten Beyerberg 

Schulweg 9

91725 Ehingen

Tel: 09835-1746  Fax.-9779879

www.kindergarten-beyerberg.de

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Träger der Einrichtung:

Evangelische Kirchengemeinde Beyerberg

Frau Pfarrerin Henriette Gößner

Grüber Str.1

91725 Ehingen

Tel: 09835-209

 

Stand Januar 2019

 

 

                                                         

Inhaltsverzeichnis

1. Unsere Einrichtung

 1.1.Geschichte unseres Hauses                                                   

1.2.  Lage und Einzugsgebiet                                                        

1.3   Trägerschaft                                                                           

1.4.  Mitarbeiterinnen                                                                      

1.5.  Räume und Außenanlage                                                       

1.6.  Öffnungszeiten                                                                        

1.7.  Tagesablauf                                                                             

1.8.  Betriebsferien                                                                           

1.9.  Informationsmöglichkeiten                                                        

1.10. Zielgruppen                                                                              

1.11. Gesetzliche Grundlagen                                                           

 

2. Pädagogik in unsrer Einrichtung

2.1.  Unser Bild vom Kind und unsere pädagogischen Grundlagen  

2.2.   Partizipation                                                                             

2.3.   ethisch - weltanschauliche Erziehung                                    

2.4.   Bildungsschwerpunkte und Basiskompetenzen

2.4.1.Selbstwertgefühl

2.4.2. motivationale Kompetenz

2.4.3. kognitive Wahrnehmung

2.4.4. physische Kompetenz  

2.4.5. emotionale und soziale Kompetenzen

2.4.6. Werte und - Orientierungskompetenzen

2.4.7. lernmethodische Kompetenz  

2.4.8. Resilienz    

2.5.    themenbezogenen Bildungsschwerpunkte

2.5.1. sprachliche Bildung

2.5.2. mathematische Bildung

2.5.3. naturwissenschaftliche Bildung

2.5.4. ästhetische, bildnerische und kulturelle Erziehung

2.5.5. musikalische Bildung und Erziehung

2.5.6. Bewegungsförderung

2.5.7. geschlechtsbewußte Erziehung

2.5.8.    Portfolio

2.5.9.    Feste als Kulturgut

 

3. Gruppenarbeit

 

4. Partnerschaftliche Kooperation mit Eltern

 

5. das Aufnahmeverfahren

 

6. qualitätssichernde Maßnahmen

 

7. Öffentlichskeitsarbeit

 

8. partnerschaftliche Kooperation mit anderen Einrichtungen

 

9. Kinderschutz (SGB VIII)

 

10. Förderverein

 

11. Anhang

11.1. personelle Besetzung

11.2. Öffnungszeiten

11.3. Ferien und Schließtage

11.4. Elternbeiträge

11.5. Tagesablauf

11.6. Wochenablauf

 

 

1.    UNSERE EINRICHTUNG 

 

1.1        DIE GESCHICHTE UNSERES HAUSES

Im September 1994 wurde unser Kindergarten eröffnet. Seither ist die Einrichtung Mitglied im Evangelischen KITA-Verband Bayern e.V.

Der Kindergarten befindet sich in den Gebäuden des ehemaligen Schulhauses.

           

 

1.2        LAGE UND EINZUGSGEBIET

Der Kindergarten liegt am Ortsrand von Beyerberg/Ehingen.

Beyerberg ist eine kleine ländliche Gemeinde, gelegen zwischen den Städten Dinkelsbühl, Feuchtwangen und Wassertrüdingen, nordwestlich des Hesselbergs. Die Ortschaft ist umgeben von Wald und Wiesen und zeigt noch regen Dorfcharakter. In unmittelbarer Nähe befindet sich das „Grüne Klassenzimmer“ am Kappelbuck. In Beyerberg leben ca. 380 Einwohner.

Zur Zeit besuchen 16 Kinder den Kindergarten 

 

 

1.3        TRÄGERSCHAFT

 

Träger unseres Kindergartens ist die evang.-luth. Kirchengemeinde Beyerberg. Diese wird geleitet vom Kirchenvorstand. Er besteht aus sechs KirchenvorsteherInnen und der Gemeindepfarrerin.

Die Kirchengemeinde sieht den Kindergarten als wichtigen Bestandteil des Gemeindelebens. Die Basis für die positive Entwicklung der anvertrauten Kinder ist durch das harmonische Zusammenspiel zwischen Eltern, Kindergartenteam und Träger gegeben.

Die christliche Erziehung ist dem Träger sehr wichtig, um den Kindern eine solide Basis für ihr Leben zu geben.

 

Es finden Besprechungen und ein Informationsaustausch zwischen Mitarbeiterinnen des Kindergartens und dem Träger (Kirchenvorstand und Pfarrerin) statt.

 

 

1.4        MITARBEITERINNEN

In der Einrichtung arbeiten derzeit staatlich anerkannte Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen.

Der Mindestanstellungsschlüssel und der Qualifikationsschlüssel ist in Bayern im §17 der AVBayKiBiG festgelegt.

Dieser ist auch für uns bindend.

 

 

 

1.5        RÄUME UND AUSSENANLAGE

 

 

 

                                                         

Der Kindergarten verfügt über einen großen Gruppenraum mit großen Fenstern zur Südseite mit Aussicht zum Parkplatz und zur Nordseite mit Aussicht zum Garten.

 

Direkt anschließend am Gruppenraum befindet sich ein Raum der als Ruheraum für die jüngsten Kinder genutzt wird.  

 

 

Die "Kinderküche" wird zum Mittagessen, zum Kochen und für Kleingruppenarbeit genutzt.

                                                                       

 

Vom Eingang aus befindet sich das Büro auf der linken Seite. Nach dem abgeschlossenen Windfang liegt die Kindergarderobe, davon gehen ab: eine Küche, ein Bad mit zwei Kindertoiletten und"Wickelbereich", die Erwachsenentoilette, Putzkammer, die Außentüre zum Garten und der Eingang zum Gruppenraum.

 

In das Obergeschoß gelangt man über einen separaten Eingang. Links befindet sich eine vermietete Wohnung. Die rechte Wohnung wurde für den Kindergarten renoviert.

Hier befinden sich eine Toilette, drei kleine Räume für Kleingruppenarbeit und ein Turnraum mit Außentreppe.

 

AUßENANLAGE

 

                                                                             

                                                               

 

 

 

 

 

                                                                          

 

                                                                  

 

                                                                   

   

 

                                                                                                                                                                        

 

Das Außengelände mit einer Fläche von 2.000 qm wurde 1995 neu angelegt und durch die Erzieherinnen, Kindergartenkinder und –Eltern sowie den Landschaftspflegeverband Mittelfranken konzipiert. Gegliedert ist er in Spiel-, Naturbeobachtungs- und Ruhebereiche.  

Eine Besonderheit ist der 65 qm große Weiher. Der Weiher ist zweigeteilt: Im Ruhebereich leben  u.a. Laubfrösche, Molche, Gelbrandkäfer und Libellen. Durch einen Steinweg ist dieser Bereich vom Bade- und Kescherbereich getrennt.

Die Kinder können dort bis zum Knie im Wasser stehen (Tiefe: 35cm).

Im weiteren Gartenbereich liegt ein Hügel mit Wasserpumpe und ein Erdberg mit Matschgrube. Zwischen großen Bäumen und Büschen befindet sich das Amphitheater. Hier treffen wir uns im Sommer im Schatten, erzählen Geschichten und singen. Im Winter ist hier ein Experimentierbereich.

Weidenbüsche und Haselnusssträucher sind im ganzen Gelände verteilt. Eine Weidenhecke trennt den Teichbereich vom Spielbereich.

Ein weiterer Bereich zur Naturbeobachtung wird mit Wiesenblumen, Erdbeeren, Obststräuchern u.a. bepflanzt und von Kindern, Erzieherinnen und Eltern gepflegt.

Im vorderen Garten laden zwei Schaukeln, ein Berg mit Rutsche, ein Sandkasten, gepflasterte Wege zum Fahrzeugfahren, Parkplätze für Kinderbulldogs und Fahrräder zum Spielen ein. Hier steht unter einem Walnussbaum ein Spielhaus, daneben ist Platz zum Fußballspielen. 

In einem der zwei Gartenschuppen sind Fahrzeuge wie Traktoren mit Anhänger, Roller, Bobby Cars, Laufräder und weiteren diversen Kinderfahrzeugen untergestellt. Nebenan ist der Schuppen für die Aufbewahrung von Bällen, Sandspielzeug und Utensilien für den Weiher, wie Kescher, Wasserlupen, Terrarien, Luftmatratzen und Gartengeräten.

Außerhalb des Gartenzauns stehen sechs Apfelbäume und ein Birnbaum, die auch vom Kindergarten genutzt werden.

Speziell für die Bedürfnisse der Kinder unter drei Jahren wurde eine Nestschaukel und ein Laufrad angschafft.

 

 

 

 

 

1.6        ÖFFNUNGSZEITEN

Montag – Donnerstag:           7.30 Uhr – 14.30 Uhr

Freitag:                                  7.30 Uhr – 13.00 Uhr

 

1.7        TAGESABLAUF

Bring- und Abholzeiten:

 

Montag – Donnerstag:

7.30 Uhr –   8.30 Uhr: Bringzeit

12.00 Uhr – 12.30 Uhr: erste Abholzeit

14.15 Uhr – 14.30 Uhr: zweite Abholzeit

 

Freitag:

7.30 Uhr  -  8.30 Uhr: Bringzeit

12.00Uhr - 13.00 Uhr: Abholzeit

 

Den aktuellen pädagogischen Tagesablauf finden Sie im Anhang.

1.8        BETRIEBSFERIEN

Wir schließen den Kindergarten an 30 Tagen im Jahr. Dazu kommen zwei Tage für Teamfortbildungen.

Der Terminplan wird nach Absprache mit dem Träger und dem Elternbeirat zu Beginn des Kindergartenjahres bekannt gegeben.

Aktuelle Schließtage entnehmen Sie dem Anhang.

 

 

1.9        INFORMATIONSMÖGLICHKEITENm Jahr erscheinen mindestens vier Elternbriefe. Diese werden je nach Bedarf durch weitere ergänzt.

Aushänge befinden sich am Infobrett im Eingangsbereich der Einrichtung.

Im Gemeindebrief der Kirchengemeinde ist eine feste Rubrik für den Kindergarten reserviert.

Internetauftritt: www.kindergarten-beyerberg.de

Interessenten stellt sich der Kindergarten in einem Flyer vor.

 

1.10     ZIELGRUPPEN

Alter:

Wir nehmen Kinder im Alter von 1,5 Jahren bis zum Schuleintritt auf.

In unserem eingruppigen Kindergarten können bis zu 16 Kinder aufgenommen werden.

Ab September 2021 werden Kinder ab dem 30. Lebensmonat aufgenommen, es können dann bis zu 25 Kinder den Kindergarten besuchen.

 

Gastkinder:

Familien, die ein besonderes Interesse an unserem Konzept haben, sind auch aus anderen Kommunen willkommen.

 

 

1.11     GESETZLICHE GRUNDLAGEN

Die gesetzliche Grundlage der Bildungs- und Betreuungsaufgabe ist das Bayerische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG), das Sozialgesetzbuch (SGB VIII) und das Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG).

 

2      PÄDAGOGIK IN UNSERER EINRICHTUNG

Einblick in unsere Leitgedanken - Das Kind als Individuum

2.1        UNSER BILD VOM KIND UND UNSERE PÄDAGOGISCHEN GRUNDLAGEN

Jedes Kind ist in seiner Persönlichkeit einzigartig. So steht die Individualität jedes Kindes im Mittelpunkt:

Das Kind hat großes Interesse am Entdecken und Erforschen was durch den SITUATIVEN ANSATZ ermöglicht wird.

    

Hier stellen wir in Absprache mit dem Team Freiräume für die Umsetzung der Ideen der Kinder zur Verfügung. 

 

Damit Kinder ihr individuelles Interesse ausleben und entwicklungsbezogen Lernen können, werden im Team Fallbesprechungen durchgeführt. Dadurch gilt es herauszufinden, mit welcher Methode und welchen Materialien dem Kind dies ermöglicht werden kann.

 

Methoden: Verstärktes Lob zur Motivation; Spezielle Fähigkeiten und Interessen der Mitarbeiterinnen zum Angebot werden bewusst eingesetzt. Die Mitarbeiterinnen unterstützen die Kinder dabei nach ihren eigenen persönlichen Fähigkeiten und Interessen. Dabei ist die gute Beziehung zwischen Kind und Erzieherin die Grundlage des Lernens. Das Kind nimmt gerne ein Angebot an, wenn es spürt: Mich mag die Erzieherin.

Wir achten auf häufiges Wiederholen der Angebote, damit das Kind einen Lernerfolg hat. Das Kind erfährt Freude an erworbenen Fähigkeiten.

Durch Wiederholen in kleinen Lernschritten, die das Kind nicht unter- und überfordern, kann es z.B. sorgfältig schneiden, weben, Geschirr in die Spülmaschine räumen, frei vor der Gruppe sprechen oder Purzelbäume schlagen.

 

 

Auszug des Materialangebots:

Konstruktionsmaterial: Matador, Lego, Lego-Kugelbahn, Magnetbaukasten.

 

 

Wissensvermittlung: Sachbilderbücher, CD`s, Lupen und Mikrokope, gemeinsames Kochen.

Motorik: Weben, Stricken, Kneten, Sandwanne, Malen mit verschiedenen Techniken; Tischwerkbank, Hengstenberg-Turngeräte.

 Für unter Dreijährige wurde spezielles Spiel-und Bastelmaterial angeschafft, wie z.B. große Holzperlen zum Auffädeln, Puzzle, Tischspiele, spezielle Scheren und Stifte. 

 

 

Montessorimaterial unterstützt unsere pädagogische Grundlage. Dazu gehören

Verschlussrahmen, Länder und Fahnen, Brüche, Sandpapier- Buchstaben und Sandpapier-Zahlen, Numerische Stangen, geometrische Flächen und Körper,

Rosa Turm, Braune Treppe

 

 

 

Für Rollenspiele: Verkleidungskiste, Bauecke mit Schleichtieren, Fahrzeuge, Holzeisenbahn, Bausteinkasten, große Baumscheiben, Figuren zum Rollenspiel.

 

 

2.2        PARTIZIPATION

DAS MITWIRKEN UND GESTALTEN DER KINDER AM GESCHEHEN IN DER KINDERTAGESSTÄTTE

Viele Projekte entstehen durch die Ideen der Kinder: Wasserbahn im Sandkasten; Besuch auf dem Bauernhof; Kieselsteine unter die Lupe nehmen; Vogelbeobachtung am "Ganzjahresfutterplatz" im Garten; Fußballspielen auf dem großen "Dorffußballplatz"; Naturbeobachtungen am nahen Naturklassenzimmer "Kappelbuck", Beobachtungen und Aktivitäten in unserem Teich; Insekten unter dem Mikroskop erforschen.

 

Im Tagesablauf wählen die Kinder nach dem Mittagessen, ob sie in den Garten gehen oder sich lieber im Raum beschäftigen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die Entscheidungen personalbedingt abgedeckt werden können.

Wünsche, Spielzeug von zu Hause mitbringen zu dürfen, werden im Stuhlkreis besprochen und ein entsprechender Zeitplan wird erstellt.

 

Jede Woche gibt es den „Montagskochtopf“, für den sich die Kinder ein Rezept aussuchen und beim Kochen helfen.

 

2.3        ETHISCH - WELTANSCHAULICHE ERZIEHUNG

Der christliche Glaube ist die Basis für die religiös,- ethisch, und - weltanschauliche Erziehung in unserer Einrichtung. Unser evangelischer Kindergarten erfüllt seinen öffentlich anerkannten Erziehungs- und Bildungsauftrag in Ergänzung zur Familie und begleitet die Kinder in ihrer religiösen Entwicklung. Die Fragen der Kinder zu „Gott und der Welt“, z.B. Fragen zu Tod und Gerechtigkeit, beantworten wir mit eigenen Glaubenserfahrungen. Frau Pfarrerin Gößner und die Erzieherinnen erzählen biblische Geschichten u.a. mit dem Kamishibai, (Japanisches Papiertheater). Gegebenenfalls vertiefen wir die Geschichten durch Improvisations-theater, in dem jedes Kind eine Rolle erhält, um dann die Geschichte nachzuspielen. Bei diesem kreativen Zugang erschließen die Kinder auch die Bedeutung der Dinge. So kann ihnen klar werden, welche Rolle der stabile Mast eines Bootes auf stürmischer See hat.

 

2.4        BILDUNGSSCHWERPUNKTE UND BASISKOMPETENZEN

Nach den Richtlinien des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans werden in unserem Kindergarten folgende Bildungsschwerpunkte und Basiskompetenzen vermittelt.

2.4.1       SELBSTWERTGEFÜHL

Durch den achtungsvollen Umgang erfährt das Kind eine Wertschätzung, in deren Schutz es eine realistische Selbsteinschätzung entwickeln kann.

In der verbalen Kommunikation achten wir auf positive, wertschätzende und klare Formulierungen. Beispiel: „Bitte bleibe sitzen“ statt: „Steh nicht immer auf“.

In der nonverbalen Kommunikation nehmen wir mit dem Kind bewusst positiven Körperkontakt auf.

Durch Beobachtung schätzen wir die individuellen Bedürfnisse des Kindes nach Nähe und Distanz ein.

Wertschätzung gewähren wir auch durch Gestik und Mimik mit dem Ziel, dem Kind mitzuteilen, dass es nicht alleine ist.

 

Mit positiven Rückmeldungen bei gutem Gelingen einer Aufgabe und geduldiger Unterstützung bei der Überwindung von Schwierigkeiten, lassen wir das Kind erleben, was es schon kann, und dass es schwierige Aufgaben oder Situationen allein oder gemeinsam bewältigen kann.

 

Selbstwertgefühl wird durch Selbstständigkeit unterstützt. Dies wird bei den Kindern z.B. dadurch gestärkt, dass das Kind Fertigkeiten erwerben kann, die es selbstbewusst und unabhängig von Erwachsenen macht: „Ich kann die Schleife, ich brauche keine Hilfe vom Erwachsenen und ich kann anderen Kindern helfen.“ Wir ermöglichen den Umgang mit „Messer, Schere, Licht“ je nach Entwicklungsstand der Kinder im Kindergartenalltag. Die Kinder sind sehr stolz darauf.

Jeden Tag ist ein anderes Kind das Tageskind. Auch die jüngsten Kinder werden "Tageskinder". An diesem Tag ist dieses Kind das erste, das sich in der Reihe anstellt, das zuerst das Essen bekommt, das ein Kreisspiel auswählt. Dieses Kind ist an diesem Tag einfach immer ERSTER . So erleben sich auch jüngere Kinder oder zurückhaltende Kinder gestärkt.

 

2.4.2 MOTIVATIONALE KOMPETENZ

KINDER LERNEN SICH SELBST ZU MOTIVIEREN

Kinder im Kindergartenalter sind neugierig, hoch motiviert und sehr anstrengungsbereit Neues kennen zu lernen und neue Fähigkeiten zu erlernen. Wir festigen die motivationale Kompetenz durch die selbständige Auswahl des Materialangebotes im Gruppenraum und durch ansprechende altersgemäße Beschäftigungsangebote.

Siehe Material unter 2.1.

Durch die freie Wahl der Tätigkeit in der Freiarbeitszeit haben die Kinder Gelegenheit, im eigenen Lerntempo ihre Interessensgebiete zu vertiefen.

Die Motivation des Fachpersonals ist unerlässlich für die Motivation der Kinder.

2.4.3 KOGNITIVE WAHRNEHMUNG

DIE FÄHIGKEIT, SIGNALE AUS DER UMWELT AUFZUNEHMEN UND WEITER ZU VERARBEITEN

Die kognitive Wahrnehmung findet ständig statt. Sie verbindet den Menschen mit der Umwelt. Das geschieht durch Sprache, Sinneswahrnehmung, Aufmerksamkeit für Interessantes, Gedächtnisspeicherung und Verarbeitung des Erlebten.

 

Nach der Aufschlüsselung der Umwelt des Kindes durch das angebotene Material, erschließt sich das Kind seine Umwelt neu. Beispiel: Bei der Übung mit geometrischen Körpern lernt das Kind den Zylinder kennen. Wir gehen nach dem Kennenlernen des Körpers in die Umwelt des Kindes. Zylinder finden wir im Gruppenraum im Garten oder auch zu Hause: eine Tasse, einen Baustein, ein Pflaster um dem Zeigefinger.

Die Kinder wünschen sich sehr häufig „Babberlabab“ (die Erzieherin liest vor und ersetzt Geschriebenes mit Fantasiewörtern.) Die Kinder rufen „Babberlabab“ und rufen das „richtige“ Wort. Die konzentrierte Aufmerksamkeit wird gestärkt.

Kognitives Lernen erleben die Kinder beim täglichen Singen, bei Spielkreisangeboten und themenbezogenen Beschäftigungen (Projekte), bei der Nutzung des Lernmaterials in der Freiarbeit und bei der musikalischen Früherziehung.

Für jede Altersgruppe wird einmal wöchentlich eine intensive Gruppenarbeit durchgeführt. Die Angebote zur Vorschule werden von allen Kindern ab dem Alter von drei Jahren wahrgenommen.

Näheres über den Inhalt der Gruppenarbeit können Sie im Anhang unter dem Punkt Tagesablauf erfahren.

 

 

2.4.4 PHYSISCHE KOMPETENZ

DIE EIGENVERANTWORTUNG FÜR GESUNDHEIT UND KÖRPERLICHES WOHLBEFINDEN

Physische Kompetenz kann das Kind am besten entwickeln, wenn es die Tätigkeiten sowohl im grobmotorischen als auch im feinmotorischen Bereich selbst ausprobieren und üben kann. Dazu gehört, dass wir die Kinder dazu ermutigen, ihre körperlichen Bedürfnisse selbst wahrzunehmen. Getränke und Schulobst stehen deswegen zur freien Verfügung. Wir achten auf Hygiene wie regelmäßiges Händewaschen nach dem Toilettengang und vor dem Essen, Umgangsformen beim Husten, Niesen und Naseputzen. Den Kindern werden Tischsitten vermittelt. Wir führen Gespräche über gesundes Essen. Es wird auf zuckerarmes Essen geachtet.

 

Zum physischen und geistigen Wohlbefinden gehört die Abwechslung von Entspannung und Anspannung im Tagesablauf.

 

2.4.5 EMOTIONALE UND SOZIALE KOMPETENZEN

KONFLIKTFÄHIGKEIT, KRITIKFÄHIGKEIT

Ob die soziale Entwicklung eines Kindes altersentsprechend ausgebildet ist, kann u.a. an folgenden Fragen abgelesen werden (Beispiele aus Mayr/ Oberhuemer 2007): „Findet das Kind leicht Kontakt zu anderen Kindern? Zählt seine Meinung bei anderen Kindern? Respektiert es die Grenzen der anderen Kinder? Kann es sich selbst verteidigen? Wirkt es ausgeglichen?“

 

Die Entwicklung von sozialen Kompetenzen wird unterstützt durch Regeln, die mit den Kindern in Gruppengesprächen besprochen und entwickelt werden und in täglichen Situationen geübt werden.

 

In Rollenspielen können Kinder am besten lernen, sich aufeinander einzulassen, sich durchzusetzen, Kompromisse zu finden, miteinander zu kommunizieren und sich in den anderen hineinzuversetzen. Rollenspiele sind deswegen ein wichtiges Lernfeld in unserem Kindergartenalltag.

Wir beobachten, dass im Kindergarten stabile Freundschaften entstehen, auch zwischen jüngeren und älteren Kindern, und zwischen Jungen und Mädchen.

Soziale Stärken von Kindern werden vom Team gezielt genutzt. Ältere Kinder übernehmen Patenschaften für jüngere Kinder und helfen ihnen zum Beispiel beim Anziehen.

Soziale Kompetenz wird gestärkt durch die Selbstständigkeit und das Selbstbewusstsein. „Ich kann mit einem Messer meinen Apfel in Teile schneiden. So kann ich einem anderen Kind helfen Äpfel zu schneiden.“ „Wenn ich die Schleife kann, kann ich dem anderen Kind helfen seinen Schuh zu binden“. Es werden gemeinsam Ideen entwickelt, um Lösungsmöglichkeiten für Konflikte zu finden.

 

Soziale Fähigkeiten wie Zuhören, jedes Kind ausreden zu lassen und das Anliegen des Kindes zu verstehen und zu akzeptieren, wenn es eine andere Meinung vertritt, werden jeden Morgen im Stuhlkreis eingeübt. Jedes Kind bringt dabei ein Anliegen vor. Alle Kinder hören zu, wenn ein Kind auf dem Stuhl steht und vor der Gruppe spricht. Das fördert zudem Rücksichtnahme und die soziale Kompetenz, sich einer Gruppe mitzuteilen.

 

2.4.6 WERTE UND ORIENTIERUNGSKOMPETENZEN

ACHTUNG VOR ANDERSARTIGKEIT UND ANDERSSEIN SOWIE SOLIDARITÄT

 

Kinder lernen Empathie, (das heißt andere zu verstehen und mit ihnen zu fühlen) und Wertschätzung über die Spiegelneuronen (Gehirnzellen, die emotionale Empathie ermöglichen) allein durch Beobachtung.

Die Vermittlung von Werten wird durch das Vorbild der Erwachsenen geprägt.

Das Team reflektiert regelmäßig das eigene Verhalten als Erzieher. Wir legen großen Wert auf achtungsvollen Umgang mit den Kindern, den Eltern und im Team.

 

Fremde Werte, wie z. B. andere Religionen, Migrationshintergründe, kulturelle individuelle Lebensschwerpunkte sind im Kindergarten willkommen.

Die Auseinandersetzung mit den für uns fremd empfundenen Werten, ist eine Herausforderung für das Personal und die Kinder.
Vom Team werden hier Toleranz und Akzeptanz vorgelebt.

In der Freiarbeit und der täglichen Gesprächsrunde haben die Kinder die Möglichkeit, ihre eigenen Vorstellungen und Meinungen zu bilden. Sie teilen diese der Gesamtgruppe mit. Dabei werden die Wünsche der anderen wahrgenommen und berücksichtigt.

 

2.4.7 LERNMETHODISCHE KOMPETENZ   

LERNEN WIE MAN LERNT

 

Dazu gehört sowohl die Fähigkeit, sich selbst Wissen zu verschaffen und Können anzueignen, als auch die Bereitschaft von anderen zu lernen und Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden.

 

Kinder, die gelernt haben, wie man lernt, bewältigen Probleme aus eigener Kraft.

Wir gehen davon aus, dass das Kind dann am besten lernt, wenn es ihm Spaß macht. Die positive Beziehung zwischen dem Kind und der Erzieherin ist dabei die ideale Grundvoraussetzung.

Durch mehrmaliges Wiederholen erlebt das Kind den Erfolg. Das Gelernte setzt es im Alltag ein. Nicht nur eigene Schuhe werden gebunden, es hilft anderen Kindern und bringt das Können auch im Spiel oder im Alltag ein.

Selbständiges Agieren und Experimentieren mit unterschiedlichen Materialien und Gegenständen wird im Beyerberger Kindergarten groß geschrieben.

 

Beispiele:

Im Garten mit dem Teich wird jeden Tag gebaut, konstruiert, mit Wasser experimentiert und die Natur bewundert. Der Garten im Beyerberger Kindergarten ist ein ideales Experimentierfeld, um zu lernen.

Die Kinder lernen in lebensnahen Situationen und dürfen dabei auch Fehler machen um daraus zu lernen.

 

2.4.8 RESILIENZ

RESILIENZ ALS FÄHIGKEIT SICH VON EINER SCHWIERIGEN LEBENSSITUATION NICHT UNTERKRIEGEN ZU LASSEN, BEZIEHUNGSWEISE NICHT DARAN ZU ZERBRECHEN

Resilienz ist die wichtigste Voraussetzung, um das Leben zu meistern. Die Kindergartenzeit soll dafür ein wichtiger Grundstein sein. Das Kind braucht Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Zutrauen, dass das eigene Handeln tatsächlich etwas bewirken kann.

Der ressourcenorientierte Ansatz (Orientierung an den Stärken der Kinder) in unserem Kindergarten ermöglicht dem Kind aus eigener Erfahrung in schwierigen Situationen durch positive, realistische Selbsteinschätzung Lösungen selbstständig zu finden.

Klare Regeln in der Gruppe und ein zuverlässiger Tagesablauf (siehe Anhang) geben dem Kind einen sicheren Rahmen, in dem es eigene Verhaltensweisen zur Selbststärkung ausprobieren und erlernen kann.

In Frustrationssituationen - beispielsweise das Kind löst sich schwer von der Mutter beim Bringen - unterstützen wir die Mutter zum konsequenten Gehen. Das Kind bekommt von den Mitarbeiterinnen Verständnis für seinen Schmerz und darf die Emotionen mitteilen. Dem Kind wird nicht gesagt: “Die Mama kommt gleich, hör doch auf zu weinen“. Es gibt auch keine Ablenkung: „Komm hier ist ein tolles Spielzeug“, vielmehr sagen wir in diesem Fall „Es ist für dich schlimm, dass die Mama solange weg ist“. Das Kind findet sich im Schmerz angenommen und schafft durch unsere Begleitung selbst den Weg aus seinem Schmerz.

 

2.5        THEMENBEZOGENE BILDUNGSSCHWERPUNKTE

Die Umsetzung der ganzheitlichen Bildung und Erziehung in unserer täglichen pädagogischen Arbeit bezieht folgende themenbezogene Schwerpunkte ein.

 

2.5.1       SPRACHLICHE BILDUNG

Freude am Sprechen erleben die Kinder bei Gedichten, Reimen und Fingerspielen.

Geschichten und Bilderbücher werden nacherzählt und durch das Improvisationstheaterspiel vertieft.

Die alltägliche sprachliche Bildung geschieht im freien Spiel, in Rollenspielen, bei Aktivitäten im Stuhlkreis oder themenbezogen in Projekten und im persönlichen Gespräch mit den Kindern.

Nach der Freispielzeit holt sich jedes Kind ein Bilderbuch. Den Kindern wird von den Erzieherinnen vorgelesen

 

Beim Morgenkreis achten wir auf eine klare Aussprache, die Grammatik und das Vermögen, ganze Sätze zu sprechen. Wir ermutigen die Kinder auch, über ihre Gefühle zu reden. Durch die Reaktion der Kinder erleben sie ihre sprachliche Mitteilungskraft.

Alle folgenden Förderschwerpunkte erweitern die sprachliche Bildung und Erziehung.

2.5.2       MATHEMATISCHE BILDUNG

Mathematische Lerngelegenheiten gibt es in der natürlichen Umwelt des Kindes mehr als genug. Wir, alle die wir mit den Kindern zu tun haben, sollten uns das bewusst machen.

 

Hier einige Beispiele aus unserem Kindergarten:

„Hole bitte zwei Taschentücher aus der dritten Schublade von oben“.

„In einer halben Stunde gehen wir in den Garten, dann steht der längere Zeiger auf der 6.“

„Schneide bitte die Karotte in fünf Teile.“

„Schätze, wie viele Erdbeeren auf dem Teller liegen.“

 

Wir achten im Alltag auch auf das Subtrahieren.

Beispiele: „Gestern waren wir im Wald. Heute ist der 8. Der wievielte war gestern?“

 

An einem aufgezeichneten Thermometer mit Gradzahlen stecken wir eine Klammer auf die Temperatur, die wir von einem Außenthermometer ablesen.

„Bei wieviel Grad gefriert der Teich, wann können wir baden, wann können wir kurzärmelig rausgehen?“

 

Rechengeschichten erzählt unsere Handpuppe Hannes, der schon allerhand angestellt hat.

  

Ersten Umgang mit Mathematik lernen wir auch

           mit Montessori-Material:

Numerische Stangen, Sandpapier-Ziffern, Bruchkreise, "Metallene Einsätze-Flächen", Geometrische Körper,

Perlenmaterial u.v.m.

 

 

 

2.5.3       NATURWISSENSCHAFTLICHE BILDUNG

PHYSIKALISCHE; CHEMISCHE UND BIOLOGISCHE VORGÄNGE KENNENLERNEN

Der Teich im Garten erweitert auch das Wissen der Erzieherinnen. Erlebbar durch die Jahreszeiten sind Wasserfrösche, Teichmolche, Libellen, Wasserläufer, Gelbrandkäfer, Algen, einheimische Vögel.

Der Teich bietet auch die Möglichkeit, den Gefrierpunkt festzustellen, die Stabilität der Eisfläche zu testen, Wasserpflanzen zu bestimmen und auszuprobieren, welche Gegenstände untergehen und welche schwimmen.

Zum täglichen Erkunden gehören der Einsatz der Lupengläser,Mikroskope, Kescher, Pinzetten, Thermometer, Fotoapparat, Terrarium und Magnete. Eine große Anzahl von Büchern mit naturwissenschaftlichem Inhalt steht uns zur Auswahl. Das Internet und Fachwissen der Eltern werden auch als Wissenserweiterung genutzt.

 Mit Wachsmalkreiden erforschen wir mit der Durchreibetechnik u.a. Oberflächen, wie z.B. Jahresringe der Baumstümpfe.

Im Frühling pflanzen und säen wir. Im Sommer und Herbst ernten wir Erdbeeren, Johannisbeeren,  Haselnüsse, Himbeeren, Äpfel, Birnen, Walnüsse und stellen Blumensträuße zusammen.

Um Vögel das ganze Jahr zu beobachten, habeN wir vor dem Fenster ein "Ganzjahresfutterhaus" aufgestellt.

Von den Erzieherinnen werden Experimente mit physikalischen, chemischen und biologischen Vorgängen vorbereitet wie z.B. die Taucherglocke. Sie werden daraufhin von allen Kindern durchgeführt.

 

Wir besuchen das ganz in der Nähe liegende „Grüne Klassenzimmer“ am Kappelbuck. Hier finden wir ein weitläufiges Gelände mit Streuobstwiesen, Magerrasen und ehrwürdigen alten Bäumen. 25 Stationen wurden aufgebaut, die sich mit Tieren und Pflanzen, Naturschutz und Geologie, aber auch mit Landschaftskultur wie Obstbewirtschaftung, Schäferei und Imkerei befassen.

 

2.5.4       ÄSTHETISCHE; BILDNERISCHE UND KULTURELLE                               ERZIEHUNG

DIE UMWELT MIT ALLEN SINNEN WAHRNEHMEN

 

Ziele und jeweils ein Beispiel der Umsetzung:

-Fantasie anregen: Kinder schlüpfen in verschiedene Rollen, wie Baby oder Katze. Die Kinder wünschen sich, als Baby getröstet zu werden, oder als Katze gestreichelt zu werden. Hier beziehen die Kinder die Erzieherinnen mit ein.

 

-Freude, Selbstvertrauen, Lust am kreativen Wirken: Hat ein Kind keine Freude am Malen, gestalten wir mit dem Kind Fantasiegeschichten in der Sandwanne. Das Kind malt mit den Fingern oder dem Pinsel in den Sand. Nach dem Glätten des Sandes kann es immer wieder neu anfangen.

Die Freude am Malen wird garantiert geweckt.

 

 

 

-Anregung zum Gestalten:

Wir führen unterschiedliche Techniken ein. „Ich laufe Schlittschuh auf unserem Teich“

Blaue Wasserfarbe wird mit einem Schwamm auf das Blatt aufgetragen. Frischhaltefolie legen wir auf das nasse Blatt. Mit den Händen verschieben wir die Folie zu Strukturen. Nach dem Trocknen nehmen wir die Folie ab. Eine „Eisfläche“ ist entstanden.

-Förderung der Gesamtpersönlichkeit des Kindes – Kopf, Herz und Hand. Wir achten auf die Förderung der gesamten Persönlichkeit des Kindes.

 

 

2.5.5       MUSIKALISCHE BILDUNG UND ERZIEHUNG

  • Es wird täglich gesungen.
  • Die Liedauswahl ist vielfältig und altersgemäß.
  • Wir lernen Lieder aus anderen Kulturkreisen und in anderen Sprachen.
  • Ausdrucksmöglichkeiten und rhythmische Erfahrungen finden die Kinder im Umgang mit Orff-Instrumenten in gezielten Angeboten.
  • Singen als Ritual: Lieder gestalten die Übergänge in unserem Tagesablauf. Es gibt ein bestimmtes Lied zum Aufräumen, ein Lied um sich zu Treffen, eines zum ruhig Werden, ein Lied zum Begrüßen und zum Mitmachen, zum Geburtstag; zur Bewegung, zum Abschied, zum Essen.
  • Lieder zu Situationen: z. B. das Lied vom „Wackelzahn“.
  • Christliche Lieder.
  • Lieder zu Projekten und zum Jahreslauf.
  • Freies Tanzen nach einer CD.
  • Klassische ältere Kinderlieder wie z.B. „Auf unserer Wiese gehet was“. „Der Kuckuck und der Esel“.

 

2.5.6       BEWEGUNGSFÖRDERUNG

Die Förderung der Grobmotorik, Feinmotorik, Gleichgewicht, Entspannung, Ausdauer und Geschicklichkeit.

Einmal wöchentlich wird im Bewegungsraum gezielt eine „Turnstunde“ in Kleingruppen durchgeführt u.a. mit Hengstenberg-Turngeräten. Kippelhölzer, Balancierstangen und Klötze sind Dingen in der Natur nachempfunden. Die Kinder betreten den Turnraum und die Geräte barfuß. So werden Grob- und Feinmotorik sowie der Gleichgewichtssinn gefördert. Darüber hinaus wird die Eigeninitiative, die Eigenständigkeit und Kooperationsbereitschaft der Kinder herausgefordert, weil sie die Parcours aus den unterschiedlichen Elementen selbst bauen. 

 

- Unser Garten bietet den Kindern sehr vielfältige Bewegungsmöglichkeiten. Der Garten wird täglich und bei fast jedem Wetter genutzt.

In der Freiarbeit gibt es viele Möglichkeiten, die Freude an Bewegung auszuleben.

 

2.5.7       GESCHLECHTSBEWUSSTE ERZIEHUNG

Wir achten darauf, dass alle Mädchen und Jungen die Angebote und Fördermaßnahmen im gleichen Maße nutzen können, und respektieren und unterstützen die individuellen Interessen.

 

2.5.8       PORTFOLIO

DIE SPUREN DES LERNENS ANHAND EINER DOKUMENTATION SICHTBAR MACHEN

 

Alle Kinder haben von ihrem ersten Kindergartentag an einen Ordner, in dem sie gemalte Bilder oder Faltarbeiten oder „Ich kann-Blätter“ (z.B. ich habe heute Flechten gelernt), selbständig einordnen. Diesen Ordner schauen sie sich mit anderen Kindern an. Eltern schauen auch immer wieder hinein.

Jedes Kind hat einen Fotoordner mit kleinen Lerngeschichten. Die Fotos werden auch oft angeschaut. Dabei unterhalten sich Kinder über Erlebtes  im Kindergarten.

In den DIN A3 Mappen bewahren wir die „großen Werke“ auf.

Zudem hat jedes Kind einen Ordner für Arbeiten aus der Gruppenarbeit.

 

2.5.9       FESTE ALS KULTURGUT

Die Gemeinschaft mit unseren Kindern, Team, Eltern und Dorfgemeinde wird gestärkt durch:

 

  • Ein Dankfest mit den Müttern am Muttertag.
  • Ein Sommerfest (abwechselnd kleines Sommerfest mit den Kindergarten-Familien und großem Sommerfest mit dem Dorf).
  • Eine Abschlussfeier mit Segnung der Schulanfänger .
  • Martinsumzug.
  • Singen unterm Weihnachtsbaum. Dabei singen die Kindergartenkinder Lieder unterm Weihnachtsbaum vor der Kirche für das ganze Dorf.

 

3         GRUPPENARBEIT

Für eine altersgerechte Förderung werden die Kinder in Gruppen eingeteilt nach Alter und Entwicklungsstand.

 

Wale

Das sind die Jüngsten unserer Gruppe.

Sie lernen in der Gruppenarbeit Sozialverhalten, Farben, Formen, Mengenbegriffe, Raumlage, selbständiges An- und Ausziehen, richtige Stifthaltung einüben, verschiedene Regeln, Kreis- und Tischspiele, fördern der Grob- und Feinmotorik, altersentsprechende Bastelarbeiten, Sicherheit in der Gruppe durch Struktur und Rituale.

 

Tiger

Das sind die Mittleren unserer Gruppe.

Basiskompetenzen werden in der Gruppenarbeit weiter aus- und aufgebaut und differenziert.

Hierzu gehören Erweiterungen der mathematischen Grundkenntnisse durch das Programm „Zahlenland“, der sprachlichen Kompetenz, Grob- und Feinmotorik und des Sozialverhaltens.

 

Giraffen

Das sind die Kinder die im laufenden Jahr eingeschult werden.

Vorbereitung auf die Schule durch Konzentrationsübungen, „Hören, Lauschen, Lernen“ (Würzburger Trainigsprogramm), selbständig Lösungen finden, kulturelle Arbeitstechniken, wie z.B. von links nach rechts Schreiben, Schleife binden werden für die Schulzeit eingeübt. Durch spielerischen Umgang mit Zahlen und Buchstaben soll der Übergang zur Schule erleichtert werden. 

 

 

 

4        PARTNERSCHAFTLICHE KOOPERATION MIT             ELTERN

Die Eltern werden über die laufenden Inhalte der Kindergartenarbeit informiert. Dies geschieht anhand von Aushängen am schwarzen Brett, durch Elternbriefe und Gespräche.

Eltern, die ihr Kind im Kindergarten anmelden, haben die Möglichkeit zum Hospitieren.

Ein intensiver Austausch mit den Eltern besteht bei der Bring- und Abholzeit. Die Mitarbeiterinnen unterstützen die Eltern bei Erziehungsfragen. Der Kindergarten bietet zusätzlich jährlich ein Entwicklungsgespräch pro Familie an. Jährlich werden ca. zwei Themenelternabende angeboten.

Eltern übernehmen Aufgaben für den Kindergarten, Reparaturen, Gartenarbeiten, Mithilfe bei der Organisation und Durchführung von Festen.

Der Elternbeirat wird zu Beginn des Kindergartenjahres gewählt.

Wir, Eltern und Mitarbeiter, pflegen direkte Kommunikationswege bei Wünschen und Kritik

 

 

5        DAS AUFNAHMEVERFAHREN

Die Eltern besuchen den Kindergarten mit dem Kind am Nachmittag nach der Abholzeit.

Die Leitung und eine Mitarbeiterin zeigen der Familie die Räumlichkeiten, beantworten Fragen, weisen auf Besonderheiten des Kindergartens hin.

 

An zwei Schnuppervormittagen können Eltern und Kind die Einrichtung kennenlernen.

Der Betreuungsvertrag und weitere Unterlagen, ein Infoblatt mit Sachgegenständen (Ordner, Wechselkleidung, Turnkleidung, Gummistiefel, usw.) die das Kind während der Kindergartenzeit benötigt werden überreicht und auf die Kindergartenkonzeption hingewiesen.

Die Eingewöhnungsphase orientiert sich an den Bedürfnissen des Kindes und seiner Familie. Eltern haben die Möglichkeit, je nach Bedarf mit in der Einrichtung zu bleiben, bis das Kind in der Lage ist, die neue Situation zu meistern.

Angebote zur Reflexion des Tagesverlaufes des Kindes sind selbstverständlich.

 

Gestaltung der Eingewöhnungszeit für Kinder unter drei Jahren.

 

In Anlehnung an das „Berliner Modell“ zur Eingewöhnung der Krippenkinder, gestalten wir  die Eingewöhnungszeit für unter Dreijährige.

Hierzu gehören  Informationsgepräche bezüglich der Vergangenheit und der Gewohnheiten des Kindes.

 

Die Eltern  füllen einen Fragebogen aus und werden

über die Einrichtung informiert.

 

Die Eltern sind während der ersten Kindergartenphase  die wichtigsten Vertrauenspersonen. Am Anfang begleiten sie das Kind.

Die Eltern sind für das Kind in der Eingewöhnungszeit immer erreichbar.

 

Die Eltern übergeben der Bezugsperson aus dem Kindergartenteam das Vertrauen, in dem sie Beobachter des Geschehens sind.

So spielt z.B. die Erzieherin mit dem Kind, und die Eltern schauen zu.

Wie lange die Eltern während der Eingewöhnungsphase in der Einrichtung bleiben, hängt individuell vom Vertrauen des Kindes zu der Bezugsperson im  Kindergarten ab.

 

6        QUALITÄTSSICHERNDE MAßNAHMEN

 

Wir führen Fortbildungen für unser gesamtes Kindergartenteam im Haus durch. Die Mitarbeiterinnen nehmen regelmäßig an Fortbildungen des Evangelischen KITA-Verbandes teil.

Das Personal wurde in einer Fortbildung des evangelischen Kindertagesstättenverbands (10 Sitzungen) in Bezug auf die pädagogischen Herausforderungen unter Dreijähriger vorbereitet.     

Dabei orientieren wir uns an den Wünschen der Mitarbeiterinnen und den Notwendigkeiten zur Fortentwicklung der gesamten Einrichtung. Die Entwicklungsbögen PERIK und Seldak werden für jedes Kind aktuell geführt. Regelmäßig werden die Kinder beobachtet. Elternbefragungen werden jährlich durchgeführt. Die Konzeption ist im Internet zugänglich. Ein externer Fachdienst und die Fachberatung des Ev. KITA-Verbandes unterstützt und berät die Mitarbeiterinnen. Es besteht eine gute Zusammenarbeit mit der Erziehungsberatungsstelle des Landkreises. Evaluation, ein funktionierendes Beschwerdemanagement und regelmäßige Elternabende gehören ebenso zu den Maßnahmen, die die Qualität der Einrichtung sichern. 

 

7        ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

 

Im Gemeindebrief, der in den Kirchengemeinen Beyerberg und Lentersheim erscheint, wird regelmäßig aus dem Kindergarten berichtet. Bei Aktionen von überregionalem Interesse werden Artikel in der örtlichen Zeitung veröffentlicht.  Die Homepage wird auf dem aktuellen Stand gehalten. Im Schaukasten werden größere Ereignisse angekündigt.   

 

 

8        PARTNERSCHAFTLICHE KOOPERATION MIT ANDEREN EINRICHTUNGEN

 

Grundschule:

Mit der Grundschule in Ehingen besteht ein sehr gutes Miteinander. Die Vorschulkinder besuchen den Unterricht der Erstklässler bevor sie selbst eingeschult werden, damit sie einen Vorgeschmack auf die Schule bekommen. Ebenso besuchen sie den Einschulungsgottesdienst. Einmal jährlich wird ein Abend für die Eltern der Vorschulkinder angeboten.

Dieses Jahr machten wir gemeinsam mit der ersten und zweiten Klasse einen Ausflug nach Nürnberg in das "Industriekultur-Museum.

 

Partnerschaftliche Kontakte bestehen zum Bauhof der politischen Gemeinde, die für den Unterhalt des Gebäudes und der Außenanlage verantwortlich ist. Der Kindergarten ist regelmäßig in Kontakt mit anderen Kindergärten, mit dem Jugendamt, den Ausbildungsstätten der Praktikanten und Praktikantinnen und dem Ev. KITA-Verband.

 

 

 

 

9        KINDERSCHUTZ (SGBVIII)

Hilfe bei Kindeswohlgefährdung

Es finden offene Gespräche mit den Eltern auf Vertrauensbasis mit Empfehlung an externe Hilfsdienste (Koki-Jugendamt) statt.

Die Fachberatung des Ev. KITA-Verbandes wird zur Unterstützung mit einbezogen.

 

 

10    FÖRDERVEREIN

Um den Träger in seinen finanziellen Aufgaben zu unterstützen gibt es seit 1995 den Kindergartenförderverein Beyerberg e.V. Die Vereinsbeiträge werden in vollem Umfang für den Kindergarten verwendet. Die Vereinsmitglieder helfen bei unterschiedlichen Aktionen für den Kindergarten. Dazu gehören die Bewirtung beim Laternenumzug und beim Singen unter dem Weihnachtsbaum. Der Erlös aus diesen Aktionen kommt ausschließlich den Kindern und der Einrichtung in Form von Sachspenden zugute. Über die Mittelverwendung entscheidet der Beirat des KigaFÖV unter Beteiligung der Mitgliederversammlung. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 6,50 Euro im Jahr.  

 

11    Anhang

 

11.1     Personelle Besetzung

1 staatlich geprüfte Erzieherin mit Internationalem Montessori-Diplom

1 staatlich geprüfte Erzieherin

2 staatlich geprüfte Kinderpflegerinnen

 

11.2     Öffnungszeiten

Mo - Do 7.30 Uhr bis 14.30 Uhr, Fr 7.30 Uhr bis 13.00 Uhr

 

11.3     Ferien und Schließtage

Jährlich werden 30 Schließtage festgesetzt:  

 

2 Wochen Weihnachtsferien

1 Woche Osterferien

3 Wochen Sommerferien

2 Tage Jahresplanung

1 Brückentag

1 Tag- Betriebsausflug

   

11.4     Elternbeiträge

bei einer durchschnittlichen tägl. Buchungszeit von

1. Kind                                                                         2. Kind

3 - 4 Std. 75,-€ +3,-€ Spielgeld + 1,-€ Getränkegeld  55,-€+4, -€

4 - 5 Std. 82,-€ +4,-€                                                   60,-€ +4,-€       

5 - 6 Std. 89,-€ +4,-€                                                   65,-€ +4,-€

6 - 7 Std. 96,-€ +4.-€                                                   75,-€ +4,-€   

Diese Beträge sind in 12 Monatsraten per Bankeinzug zu entrichten.

Im letzten Kindergartenjahr übernimmt der Freistaat die Gebühren.

   

11.5     Tagesablauf:

 

  • 7.30 Uhr – 8.30 Uhr Bring-Zeit,

Begrüßung,

Spiele, Malen, Basteln  Konstruieren mit  Erzieherinnen.

Die Kinder kommen an und finden ihre Rolle in der Gruppe.

 

  • Die Puppenecke und Bauecke werden geöffnet.

Die Kinder finden sich in kleinen Gruppen zusammen, in denen sie bis zum Aufräumen spielen.

  • Aufräumzeit

Hat das Kind seine Materialen aufgeräumt, holt es sich ein Bild- oder Sachbuch an den Tisch.

Erzieherinnen setzen sich dazu und lesen vor.

 Danach frühstücken wir gemeinsam.

  • Wir treffen uns zum Stuhlkreis und begrüßen uns mit einem Lied.

Der Tag und das Wetter werden besprochen und Anliegen ausgetauscht.

Es findet eine Beschäftigung im Kreis statt.

Die jüngeren Kinder bekommen im Ruheraum eine altersentsprende Beschäftigung.

Vor der Beschäftigung gehen die Kinder in die Gruppenarbeit.

  • ca. um 11.00Uhr gehen alle in den Garten.
  • Zwischen 12.00 Uhr und 12.30Uhr ist die erste Abholzeit.

 

  • 12.30 Mittagessen. Die Kinder bringen von Dienstag bis Donnerstag Essen von zu Hause mit, das aufgewärmt wird.

Montags wird zusammen gekocht. 

An Geburtstagen bringen die Kinder ein Frühstück oder ein Mittagessen mit.

 

  • Von 13.00Uhr bis zum Abholen ist Freispielzeit im Haus oder im Garten.

 

 

11.6     Wochenablauf:

 

Montag: Montagskochtopf

Dienstag: Gruppenarbeit Giraffen (5-6Jährige)

Mittwoch: Gruppenarbeit Tiger (4-5Jährige)

Donnerstag: Gruppenarbeit Wale (3-4-Jährige).

                  Mit den Kindern wird das Müsli vorbereitet.

   Freitag: Turnen in Kleingruppen